Selfpublishing – Die Frage nach dem Geld

Das Thema Selfpublishing ist immer auch eine Frage des Geldes. Viele betreiben es als Hobby nebenbei, für andere ist es aber ihr Vollzeitjob. Dabei gehen die monatliche Einnahmen sehr auseinander und konstant damit planen lässt sich auch eher schwer. Bei der Selfpublishing-Umfrage der Selfpublisherbibel kam heraus, dass der mittlere Erlös, 2020,  bei 952 Euro lag. Der Median wiederum liegt nur bei 50 Euro, die Hälfte aller befragten Selfpublisher verdient also weniger als 50 Euro im Monat mithilfe der Bücher. Hierbei handelt es sich meist um die Hobbyautoren.

Beim Selfpublishing zahlt man für alles selbst. Niemand streckt dir irgendetwas vor, der Autor muss im Voraus für alles bezahlen, auch wenn er noch nicht weiß wie das Buch schlussendlich ankommen wird und wie oft es verkauft wird.

Der Mittelwert bei diesen Ausgaben lag 2020 bei 877 Euro. Fast ein Viertel aller Befragten gaben sogar mehr als 1500 Euro pro Buch aus. Bei der Umfrage wurde deutlich, dass Autoren die für ein Lektorat zahlen auch eher Chancen auf ein gutes Monatseinkommen haben. [1]

Zeit ist in der Arbeitswelt Geld, wer das Selfpublishing als Hobby betreibt verbringt trotzdem viel Zeit mit seinen Büchern. Im Durchschnitt verbringt ein Autor 30 Stunden mit der „Selfpublisherarbeit“, dabei sind noch nicht die Formatierung und Vermarktung des Buches mit eingerechnet. Für Hobbyautoren werden es weniger Stunden sein und für Vollzeitautoren deutlich mehr.[2] Das wiederrum ändert die Zeitdauer bis ein Buch veröffentlicht werden kann und damit auch die Einnahmen. Mehr Bücher bedeuten gleichzeitig mehr Einnahmen.

Die Einnahmen pro Buch hängen auch sehr mit dem Buchpreis im Handle zusammen. Wenn man früher über Selfpublishing geredet hat, dann wurde es oft mit dem Wort „billig“ assoziiert. Ein Verlagsbuch ist im Gegensatz zu einem Selfpublisher E-Book meist teurer. Die Preise steigen aber allgemein in beiden Bereichen an. Die meisten Selfpublisher E-Book-Titel findet man zwischen 2,99 und 3,99 Euro, wobei die Verlagstitel mit 9,99 Euro deutlich teurer sind. Von diesem Preis muss alles bezahlt werden, dass da oft nicht viel für den Autor übrig bleibt ist klar.[3]

Bei BoD – Books on Demand gibt es auf der Internetseite eine Preiskalkulation, hier sieht man wie viel Geld der Autor pro Buch erhält. Bei einem Ladenpreis von 9,99 Euro erhält der Autor pro verkauftem Buch 94 Cent. Von diesem Erlös müssen erst noch alle Ausgaben abgezogen werden bevor ein Gewinn entsteht. Bei einem E-Book, bei dem der Druck weg fällt, sieht es etwas besser aus. Bei einem Preis von 2,99 Euro erhält der Autor 1,17 Euro, je nach höherem Preis auch mehr.[4]

Ein E-Book kostet so viel wie ein Kaffee beim Bäcker und trotzdem geizen viele Leser beim Kauf herum. Viele wissen oft nicht wie viel Arbeit in einem Buch steckt, das vergisst man nämlich oft.


[1] https://www.selfpublisherbibel.de/selfpublishing-umfrage-2020-die-auswertung-teil-1-hobby-vs-professionalisierung/ aufgerufen am 20.09.2021 um 08:00 Uhr

[2] https://www.selfpublisherbibel.de/selfpublishing-umfrage-2020-die-auswertung-teil-2-veroeffentlichungsstrategien/ aufgerufen am 20.09.2021 um 09:00 Uhr

[3] https://www.selfpublisherbibel.de/selfpublishing-umfrage-2019-die-auswertung-teil-3/ aufgerufen am 24.09.2021 um 10:00 Uhr

[4] https://www.bod.de/autoren/buch-veroeffentlichen/preiskalkulation.html aufgerufen am 26.09.2021 um 10:00 Uhr

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